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Okkervil River - I am very far

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Okkvervil River gehen mit ihrem sechsten Langspieler zwar einen logischen nächsten Schritt, geraten damit aber auf teilweise befremdliches Gelände. Große Dramen und noch größere Geschütze fahren Okkervil River mit ihrem neuen Werk "I Am Very Far" auf. Es braucht nicht lange, um festzustellen, dass sich die Band um den Singer/Songwriter Will Sheff nicht nur weiterentwickelt, sondern gleichzzeitig auch musikalisch verändert hat. Von den Folk- und Country-Anfängen ist auf dem sechsten Langspieler der Texaner nur noch ansatzweise etwas zu hören. Stattdessen beschert der Sechser mit einer ganzen Flut von Instrumenten ein berauschendes Hörerlebnis mit sämtlichen Tiefen und Höhen der Gefühlswelt. Dabei ist "I Am Very Far" reine Sheff-Sache: Sänger Will Sheff – einzig verbleibendes Gründungsmitglied – war zwar schon immer der kreative Kopf der Band, auf der neuen Platte übernahm er nun aber auch den Job des Produzenten. Sheff selbst sagt, dass er sich mit der Idee keiner Id...

Beastie Boys - Hot Sauce Committee Part Two

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Zurück in die Zukunft mit Krawall, guter Laune und dem Allerbesten, was man von den Veteranen fast schon nicht mehr erwarten konnte. Dieses Album ist – das wird schon beim allerersten Hören sonnenklar – ein Knaller. Es sind bestens aufgelegte Beastie Boys mit einem Rückgriff auf ihre allerbesten Qualitäten, ohne den jazzy Ballast, ohne die mitunter arg bemühten Instrumental-Ausuferungen. Dafür mit überbordender Lust am Krawall, an Songs voller Spaß und hinterfotziger Prolligkeit, die– man weiß das bei den Beastie Boys ja schon seit ihrem Debüt – nie ohne doppelten Boden agiert, aber wiederum ohne jeglichen Zeigefinger-Gestus auskommt. Mit zwei Jahren Verspätung erscheint „Hot Sauce Committee“, geschuldet ist das der Erkrankung von Adam Yauch (deshalb auch gleich „Part 2“), und man hatte trotz der vielversprechenden ersten Hörproben nicht wirklich gewagt, auf das perfekte Beastie-Boys-Revisited-Album zu hoffen. Genau das ist es aber geworden. „Make Some Noise“ ist das Credo nicht nur de...

EmmyLou Harris - Hard Bargain

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Die Country-Legende erobert mit ihrer neuen CD weltweit die Charts - ganz unprätentiös und abseits jeglicher Nashville-Klischees. Man muss schon eine ganz besonders Künstlerin sein, um nach weit über 40 Jahren im Musikgeschäft noch den eigenen Rekord für die höchste Chartsplatzierung zu verbessern: Emmylou Harris ist dieses Kunststück mit ihrem neuen Album "Hard Bargain" gelungen, auf Platz 18 der USA eingestiegen und ist somit die höchstplatzierte Solo-CD ihrer Karriere (nur "Trio" mit Linda Ronstadt und Dolly Parton platzierte sich auf Platz 6 höher). In den Country-Charts steht sie auf Platz 3 so hoch wie seit 1980 nicht mehr. Ein schöner Erfolg für die in Ehren ergraute Grande Dame der Country-Musik, die sich schon vor mehr als zehn aus dem Nashville-Mainstream verabschiedet hat, um sich als ernsthafte Songautorin zu etablieren. Auch auf "Hard Bargain" entstammen elf der 13 Songs Harris' Feder. Die Newsweek nannte es bereits ein Album, das ...

Ben Harper - Give till it's gone

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Ben Harper gehörte noch nie zu der Sparte Künstler, die sich musikalisch innerhalb eines Genres festbeißen und sich leicht kategorisieren lassen. Der gebürtige Kalifornier lebt und liebt den Crossover aus Blues, Funk, Jazz und Rock. Natürlich könnte Ben Harper auf Nummer sicher gehen und sein unvergleichliches Talent komplett in den Dienst des Rock oder des Blues stellen. Das Fundament für eingängige Alben innerhalb jeder dieser Richtungen müsste er sich nicht erst mühsam zusammenlegen, denn das Basisgefühl für nahezu jegliche musikalische Handarbeit wurde dem zweifachen Grammy-Gewinner in die Wiege gelegt. So verwundert es nicht, dass er sich auf seinem neuen Album "Give Till It's Gone" wieder vollends in einer Melange aus funkigen Bottleneck-Klängen und rockigen Midtempo-Sounds verliert. Punktuell ergänzt er sein Schaffen mit leichten 60s-Anleihen und virtuosen Instrumentaleinlagen. Treibende Rocknummern wie "Don't Give Up On Me Now" oder "Rock N...

Kate Bush - Director's Cut

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Manche Künstler erreichen im Lauf ihrer Karriere eine Art Heldenstatus. Sie sind "gesaved", wie Heidi Klum vielleicht sagen würde. Millionen jubeln Gene Simmons (Kiss) zu, wenn er mit 61 Jahren in Ritterrüstung und Monster-Plateaus über die Bühne wackelt. Mike Ness (Social Distortion) nimmt keiner übel, wenn er mit seinem beleibten Torso auch nach dreißig Jahren immer noch auf 'Rebell' macht und selbst die drahtig-sehnige Queen Of Pop, Madonna, wirkt für die meisten erst so richtig anziehend, wenn sie in knallengen Leggings und knappem Top die in die Jahre gekommenen Hüften schwingt. weiterlesen Kate Bush ist mittlerweile auch eine solche Ikone. Und so spuckt sie zwar immer noch kein Feuer auf der Bühne oder glänzt mit akrobatischen Einlagen, sondern sie nimmt sich einfach zwei ihrer zahlreichen epischen Outputs zur Brust ("The Sensual World" und "The Red Shoes"), reißt ihnen die Haut vom Leibe und haucht ihnen neues Leben ein.Kate Bush nennt das...

Moby - Destroyed

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Destroyed heißt Mobys neues Album & Bildband. Es wird in Eigenregie auf seinem Label Little Idiot veröffentlicht und sowohl als CD, als CD Ltd und CD+Bildband erscheinen. Die gebundene Bildband-Ausgabe umfasst 128 Seiten und enthält 55 Fotografien, die Moby auf der ganzen Welt aufgenommen hat. Destroyed ist eine internationale Behind-the-Scenes-Odyssee mit Moby, die Einblick in eine Seite des Tourlebens gewährt, welche uns normalerweise verborgen bleibt; die Zeit der Abgeschiedenheit an unwirklichen Schauplätzen wie Hotelzimmern, Flughäfen und in Backstage-Wartebereichen verbracht wird. Die Kombination aus Album und Bildband ermöglicht uns eine sehr intime Einsicht in Mobys Welt und den kreativen Schaffensprozess als Künstler. Sowohl Musik als auch Fotografien sind im selben Zeitraum entstanden und ziehen ihre Inspiration aus der seltsamen und doch so großartigen Welt des Tourlebens. Alle Songs auf Destroyed wurden nachts in Hotelzimmern überall auf der Welt geschrieben. Quasi e...

Sam Roberts Band - Collider

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Roberts wurde als Sohn südafrikanischstämmiger Eltern geboren. Er besuchte die Loyola High School und später die McGill University. In seiner Jugend nahm Roberts Geigenunterricht, später lernte er Gitarre. Im Jahr 1993 entstand seine erste Band, William, in der unter anderem George Donoso, der heutige Schlagzeuger von The Dears, spielte. Nachdem der kanadische Musiksender MuchMusic einen kurzen Beitrag über William brachte, zogen die Bandmitglieder nach Los Angeles, um ihren Erfolg zu fördern. 1996 wurde die Gruppe in Northstar umbenannt, bevor sie sich 1998 auflöste, ohne das Interesse eines Labels geweckt zu haben. Gleich nach der Auflösung von Northstar zog Roberts zurück nach Montreal und nahm das Solo-Debütalbum Brother Down im Heimstudio auf. Am 2. August 2002 veröffentlichte das aus Toronto stammende Musiklabel MapleMusic Recordings die Sechs-Stück-EP The Inhuman Condition. Im Jahr 2003 folgte das Album We Were Born in a Flame, diesmal bei dem Majorlabel Universal Music. Das A...