Man muss wahrscheinlich ein Überlebender wie Edwyn Collins sein, um die letzten Fragen zu stellen. Der Sänger geht durch die Straßen, und er denkt: „Where is the love? Where is the joy? It’s out of sight, in my point of view.“ Das Stück heißt „Carry On, Carry On“, eines von vielen auf diesem Album, das von Endlichkeit handelt, von Kontemplation und Kontinuität und der Freude und dem Rätsel, am Leben zu sein. Mit dem Glockenspiel erinnert „Carry On, Carry On“ sogar an die großen Popsongs, die Collins früher schrieb. Zufällig (oder eben nicht!) verwendet er für das Stück dieselbe Durchhalteparole wie der alte Hippie Stephen Stills für seine Werkschau. Auch von Orange Juice gibt es ja eine Box, obwohl die Band bloß dreieinhalb Alben aufnahm. In „31 Years“ reduziert Edwyn Collins seine „31 years in rock’n’roll“ auf die Erkenntnis „What the heck/ I’m living now“. Anders als vor drei Jahren, bei „Losing Sleep“, halfen diesmal nur ein paar Musiker, voran Richard Hawley ...