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Ash - Kablammo!

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Die Geschichte der 90s-Institution Ash ist eine von großen Popsongs. Fangen wir bei der Debütsingle von 1994 „Jack Names The Planets“ an und hören wir beim letzten Song des ersten Best-of INTERGALACTIC SONIC 7’’S aus dem Jahr 2002 auf, dem infernalischen „Numbskull“. Die Geschichte von Ash ist aber auch eine von zahlreichen falschen Entscheidungen. Fangen wir beim bekloppt betitelten zweiten Album NU-CLEAR SOUNDS an und erwähnen wir das „Metal“-Album MELTDOWN, das anscheinend einfach aus der Band heraus musste und das nur deswegen Gold-Status im UK bekam, weil das Vorgängerwerk FREE ALL ANGELS so verdammt gut war und man taub zugriff. Tadeln wir auch den voreiligen Entschluss der damals kommerziell längst angezählten Band, das Albumformat für tot zu erklären und seit 2009 nur mehr Singles zu veröffentlichen. Vermutlich aufgrund deren geringer Verkaufszahlen wurden die 26 seither erschienenen Singles dann doch noch auf Compilation-Alben zusammengefasst – den vorrangig to...

Jamie XX - In Colour

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  Der Beatmacher von The xx bastelt aus den Trümmern von Post-Dubstep, House und UK-Garage eine subjektive zeitgenössische elektronische Musik. Es wurde ja schön öfters referiert über die Bedeutung der Musik von The xx als Wendepunkt in den diversen Szenen. Nicht nur hat das Trio aus London einen radikalen Minimalismus in der Indie-Welt konsensfähig gemacht, sondern auch mit dem elektronischen Ambiente seiner nur partiell elektronisch generierten Musik Einfluss auf die Entwicklung der Electronica im laufenden Jahrzehnt genommen. Wer weiß, was aus den Bassmusiken geworden wäre, wären The xx damals, 2009, nicht an die Öffentlichkeit getreten? Und hier kommt Jamie Smith aka Jamie xx ins Spiel. Als Beatmacher von The xx hat er die Musik seiner Band sanft, aber hörbar elektronisiert. Und mit seinen bisherigen Solo-EPs auf den Ruinen des Dubstep einen hochgradig originären Sound erschaffen, der das xx-Gefühl mit den Entwicklungen der Bassmusik zusammenbringt und diese...

David Duchovny – Hell Or Highwater

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Nein, kein Scherz: David Duchovny, bekannt aus "Akte X" und "Californication", veröffentlicht nun seine erste Solo-Platte - "Hell Or Highwater". Heraus kam ein solides Folkrockalbum, dass man hören kann. sicherlich besser, als was so mancher Filmstar bereits herausbrachte. Durchaus ein lohnenswerter chance für die Ohren. Tracklist: 01 – Let It Rain 02 – 3000 03 – Stars 04 – Hell Or Highwater 05 – The Things 06 – The Rain Song 07 – Unsaid Undone 08 – Lately It’s Always December 09 – Another Year 10 – Passenger 11 – When The Time Comes 12 – Positively Madison Avenue Clip: Hell or Highwater

Andreya Triana - Giants

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Auf »Giants« löst sich die britische Soul- und R’n’B-Sängerin Andreya Triana erfolgreich aus dem Schatten ihrer Produzenten und rückt ihre markante Stimme in den Vordergrund. Zu Beginn ihrer Laufbahn hat die Ninja-Tune-Senkrechtstarterin Andreya Triana vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit namhaften Produzenten wie Flying Lotus, Theo Parrish und Bonobo von sich reden gemacht. Letzterer produzierte 2010 gar ihr tolles verträumtes Debüt »Lost Where I Belong«, auf dem er den tief entspannten Soul seines Schützlings mit pluckernden Downtempo-Beats verfeinerte. Bereits nach den ersten Durchläufen des Nachfolgers »Giants« dürfte klar sein, dass aus der jungen, talentierten Londonerin inzwischen eine selbstbewusste und gestandene Soul- und R’n’B-Sängerin geworden ist, die sich nicht länger hinter den Beats ihrer übermächtigen Produzenten verstecken will und muss. Die forsche erste Single »Gold« gibt die Richtung vor: Auf »Giants« positioniert sich Triana als stimmlich gereifte Songwrit...

Thea Gilmore - Ghosts & Graffiti

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14(!) Alben brauchte The Gilmore bis sie 2013 endlich mal die Top40 Charts in UK erklomm. 18 war sie, als ihr erstes Album erschien. Und hier kommt Album Nummer 15 und wieder ist alles anders. Bislang wehrte sich The Gilmore nämlich immer standhaft gegen jede Form der Zweitvermarktung, genannt 'Best Of'. Teilweise eine Retrospektive (sechs Tracks neu eingespielt) ist -Ghosts & Graffiti- deshalb geworden, teilweise ein neues Album: vier Tracks sind brandneu. -My Voice- zum Beispiel, zutiefst politisch, lag lange in der Schublade und wurde nun mit Billy Bragg eingesungen. -Don't Set Foot Over The Railway Tracks- entstand mit Unterstützung durch die Punk-Poeten John Cooper Clarke. Joan Baez, die Grande Dame, singt mit Thea in -Inch By Inch-, I Am Kloot, King Creosote, die baldigen Tourneepartner The Waterboys ebenso wie der Fantasyautor Neil Gaiman, der die Liner Notes verfasste. Und natürlich New York's Joan As Policewoman, mit der Thea einen der alten Hits, -This ...

Hubert von Goisern - Federn

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  Hubert von Goisern, verwurzelt in der traditionellen österreichischen Volksmusik, galt stets als Brückenbauer, Vermenger und Vermischer von Traditionellem und Modernem aus verschiedenen geographischen Breitenkreisen und Blickwinkeln. Weltmusik nennt man das gemeinhin, was er in den letzten Jahrzehnten so gemacht hat, vielleicht auch Ethno: Durch verschiedene Orte reisen, gerne auch mit dem Schiff, und die verschiedenen Musiken aufsaugen und aufnehmen, im doppelten Sinn. Tibet und Tirol, der Mississippi und die Mur-Mürzfurche. Bekannt geworden ist der Goiserer vor langer Zeit mit etwas anderem als dem, was er später gemacht hat. Gemeinsam mit seiner Band, den Alpinkatzen, kombinierte von Goisern damals Alpines und Rock-Musik. "Koa Hiatamadl" hieß der große Hit damals, das war eigentlich schon auch eine nicht besonders bemerkenswerte Hüttengaudi das Ganze: " Koa Hiatamadl mag i ned, hot koane dicken Wadl nit ". Für HvG, der vor seiner Musikerkarriere eine gut...

The Vaccines – English Graffiti

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Bereits auf ihren ersten beiden Alben, dem Debüt What Did You Expect from the Vaccines? (2011) und Come Of Age (2012), erwiesen sich die vier Musiker der Band aus London als äußerst gelehrige Schüler, die mit Anstand und Verve die Musikgeschichte der letzten fünf Jahrzehnte aufmischten. Daran hat sich nach einer Pause von drei Jahren auf English Graffiti nicht viel geändert. Die Vaccines schießen auch heute noch gerne über das Ziel hinaus, tragen in manchen Momenten ein wenig zu dick auf und sind auch keine Kostverächter, wenn es darum geht, sich hier und da ein originelles Zitat auszuleihen. Doch ihr ungestümes Drängeln führt im Fall von Songs wie dem Opener „Handsome“ oder dem am Noise-Pop der 80er-Jahre geschulten Titel „20/20“ oft zu den schönsten Ergebnissen. Und auch wenn einmal nicht alle Regler auf Anschlag stehen, wie zum Beispiel bei der entzückenden Midtempo-Ballade „(All Afternoon) In Love“, widersteht die Band um Sänger und Gitarrist Justin Young erfolgreich der Versuch...