DIIV – Is The Is Are
Auf dem lange angekündigten OSHIN-Nachfolger geben die New Yorker ihrem Sound zwischen Dream Pop, Post-Punk- und Krautrock-Reminiszenzen einen dunkleren Anstrich. Siebzehn Songs, verteilt auf eine Doppel-LP, drei Jahre Verspätung, das sind eher ungewöhnliche Eckdaten für ein Album, auf das der größte Teil der schnelllebigen Pop-Welt nicht unbedingt ganz besonders sehnsüchtig gewartet hat. Schließen lassen sie doch vor allem auf zweierlei: große Ambitionen, große Probleme. Doch der Reihe nach: Als DIIV um Songwriter Zachary Cole Smith im Sommer 2012 ihr Debüt auf dem New Yorker Dream-Pop-Spezialistenlabel Captured Tracks veröffentlichten, war nicht abzusehen, was für schräge Wendungen die Vita dieser Band noch nehmen sollte. OSHIN ist ein grundsolides, bisweilen etwas plätscherndes, in seiner träumerischen Eleganz jedoch an vielen Stellen auch umwerfend schönes Album. Ein Debüt, das jedenfalls klar erkennen ließ, dass hier jemand sehr genau weiß, wie so was geht: große Songs zu ...