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Deer Tick - The black dirt session

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Deer Tick (zu deutsch: Hirschzecke) ist eine US-amerikanische Indie-Folk-Band aus Providence, Rhode Island um den Singer-Songwriter John McCauley (* 14. Juni 1986), die im Dezember 2004 zunächst als Solo-Projekt McCauleys entstand. Die Musik seiner Band enthält Folk-, Americana- und Blues-Elemente und wird durch die raue Gesangsstimme McCauleys geprägt. Deer Tick sind in der Runde wahrscheinlich am wenigsten für Blutvergießen verantwortlich. Ihr Name heißt auf deutsch "Hirschzecke". Die Band aus Providence veröffentlicht nun ihr drittes Album "Black Dirt Sessions". Wer Deer Tick bis jetzt noch nicht kannte, aber auf endlos-Stilbezeichnungen wie "Indie-Folk-Blues-Country-Grunge" steht, sollte sich so schnell wie möglich schon mal ihr letztes Album "Born on Flag Day" holen. Aber auch hier kommen Tom Petty Fans auf ihre Kosten. Schöner Bluegrass für das Ohr. Tracklist: 01 - Choir of Angels 02 - Twenty Miles 03 - Goodbye, Dear Friend 04 - Pie...

Scissor Sisters - Night work

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Nach einem ordentlichen Zweitwerk kehren die Scissor Sisters mit "Night Work" dorthin zurück, wo sie gebraucht werden. Auf der Tanzfläche und nicht bei "Wetten, dass ...?". Was nicht stimmte, wusste Jake Shears auch nicht so genau. Aber das etwas nicht stimmte, war nicht nur dem Sänger der New Yorker Scissor Sisters klar. So landete der erste Versuch, Album Nummer drei aufzunehmen, im Müll. Nachdem sie ihren zweiten Langspieler "Ta Dah!" weltweit live präsentiert hatten, fand sich das Quartett 2007 im Studio wieder - orientierungslos. Erst anderthalb Jahre später sollten sie eine Ahnung davon bekommen, wohin die Reise für sie gehen sollte. 2004 veröffentlichten die Scissor Sisters ihr selbstbetiteltes Debüt und sorgten mit ihrem Glam-Pop für Staunen. Der Nachfolger geriet zwei Jahre später ein wenig zur Muppet Show. Reichlich Make Up, Synthetik, Plastik - und reichlich Hits, die sie massenwirksam bis in die Studiodeko von "Wetten, dass ... ?" ...

Far - At night we live

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Mit „At Night We Live“ melden sich Far zwölf Jahre nach ihrer Trennung zurück und schaffen es erneut, Härte und Emotionalität auf grandiose Weise zu verbinden. Die Kalifornier waren immer eine Ausnahmeerscheinung. Mit „Tin Cans With Strings To You“ und „Water & Solutions“ schufen sie Ende der 90er Jahre zwei Alben, die zwar nie das ganz große Publikum erreichten, in der Folgezeit jedoch unzählige Bands beeinflussen sollten. So nennen etwa Thursday, Jimmy Eat World oder auch Blink 182 immer wieder den Namen Far, wenn sie nach Referenzen für ihren eigenen Sound befragt werden. Als um die Jahrtausendwende dann der große Nu Metal-Hype einsetzte und ihre Plattenfirma sie in diesem Fahrwasser als Radioband verkaufen wollte, hatten sie genug. Interne Probleme taten ihr Übriges und so löste sich die Band im Jahre 1998 auf. Nach zwölf Jahren kehren sie nun also zurück auf die Bildfläche und Musikjournalisten bekommen noch immer graue Haare, wenn sie versuchen Far in eine Genre-Schublade ...

Edge of dawn - Anything That Gets You Through The Night

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Edge Of Dawn - Anything That Gets You Through The Night -- Alles, was dich diese Nacht überstehen lässt ist der ungewöhnliche Titel des zweiten Edge Of Dawn Albums, der Kollaboration zwischen Kreativkopf Mario Schumacher und Seabound-Sänger und Psychologieprofessor Frank M. Spinath. Schon mit ihrem Debutalbum -Enjoy The Fall- konnte das Duo hohe Wellen schlagen: es wurde als eines der stärksten Electro-Werke 2007 gehandelt. Hinter dem Nachfolgealbum steckt eine düstere Geschichte über ein erotisches Zusammentreffen in einem Hotel zwischen einer Frau und einem mysteriösen Mann. Im Morgengrauen bleibt nur ein ausgebranntes Hotelzimmer zurück. -Anything That Gets You Through The Night- umschreibt die Gratwanderung der Protagonisten zwischen Macht, Angst und Aggression in einer Nacht, deren unheilvoller Verlauf im aufwändigen Booklet beschrieben wird... Musikalisch konnten sich Edge Of Dawn gegenüber dem Vorgängeralbum sowohl technisch als auch stilistisch weiterentwickeln und liefern ein ...

Kele - The Boxer

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Als DJ ist Kele Okereke mit seiner Vorliebe für 90er-Trash und Großraumtechno kaum auszuhalten. Auch auf seinem ersten Soloalbum gibt sich der Bloc-Party-Sänger den guilty pleasures hin: teils verzerrter Gesang, stumpfe Beats, Billigsounds. Doch sie sind nur Ausgangspunkt. Mit seinem Gespür für Melodien und gnadenlose Hooks verwandelt er die zehn Tracks in Songs, er webt ihnen feine Melancholie ein und macht aus "The Boxer" ein enthusiastisches Elektropopalbum, das sowohl auf Partys als auch allein zu Haus funktioniert. Thematisch geht es um Wendepunkte, an denen man Dinge hinter sich lässt, die einem nicht gut tun: Drogen, Beziehungen, Jobs. Bloc-Party-Fans werden da sicher ganz genau hinhören und nach Hinweisen suchen, ob Okereke nach dem einen Jahr Bandpause seinen Job bei den Indierockern wieder aufnehmen wird. Was eigentlich fast egal ist, denn schon bei der letzten Bandplatte "Intimacy" war das Remixalbum aufregender als das Original. Und nach "The Boxer...

Herbie Hancock - The Imagine Project

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Die zweite Dekade des 21. Jahrhunderts ist geprägt von einer Philosophie, die bis dato als Kernformel von Swingerclubs galt: Alles kann, nichts muss. Während sich die politische Klasse mit diesem Credo in die Belanglosigkeit koaliert, forscht die künstlerische Elite mit dem gleichen Leitgedanken nach dem jeweils gemeinsamen Kern sich vermeintlich ausschließender Genres. Zugegeben: Ein langer Anlauf für die Feststellung, dass Herbie Hancock mit seinem "Imagine Project" nicht nur künsterlische Lagermentalitäten bricht, sondern auch publikumswirksam Verbindendes leistet. Wer etwa Pinks Akustikset während eines "Funhouse"-Konzerts erlebt hat, wundert sich nicht, dass sie mit John Legend "Don't give up" noch intensiver singen kann als Kate Bush mit Peter Gabriel oder Willie Nelson mit Sinead O'Connor - man muss nur darauf kommen, es mal zu versuchen. Wer Slapkönig Marcus Miller in Montreux mit Eric Clapton reüssieren sah, ahnt, dass der Bassist auch mit...

Uffie- Sex Dreams and Denim Jeans

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Als nächstes großes Ding in Sachen Elektropop gilt Uffie nun schon seit vier Jahren. Jetzt erscheint endlich das Album zum Hype - und erfüllt prompt die fast schon wieder vergessenen Erwartungen. Ein kleiner Blick zurück ins Jahr 2006. Elektropop ist die Musik der Stunde und junge coole Frauen haben das Genre fest im Griff. Annie war im Vorjahr der Durchbruch gelungen, Robyn steht kurz vor dem internationalen Comeback und von Paris aus sorgt eine junge Amerikanerin namens Uffie im Internet für Furore. Mit ihrem DJ-Boyfriend Feadz und der Hammer-Single "Pop The Glock", die knallende Elektrobeats mit minimalistischem Nu Skool-Rap vereint, rockte sie über Monate jede Party, wo sie das Gegenprogramm lieferte für alle, denen die Kolleginnen zu zahm oder unterkühlt daherkamen: wilder, durchgeknallter Spaß ohne Rücksicht auf Verluste. Weil Uffie sich auch privat an dieses Programm hielt, muss man nun ins Jahr 2010 springen, um endlich auch das Album zum damaligen Hype geboten zu b...