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Grinderman 2

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Fortschritt durch Freigeist oder wie Nick Cave mit seinem Projekt Grinderman ein Album auf die Menschheit loslässt, das noch extrovertierter, in sich gekehrter und wahnwitziger als das gleichnamige Debüt von 2007 ist. Der Totalverweigerung Teil zwei. Unter welchen Prämissen diese Formation ihr Innenleben als Band gestaltet, lässt sich schwer sagen. Sowohl in Interviews wie auch live on stage schwangt die Außendarstellung zwischen graumelierten Männern auf Klassenfahrt und vier Musikern, die rein gar nichts dem Spaßprinzip überlassen. Abseits der Solokarriere hat Nick Cave endgültig Gefallen an Grinderman gefunden, veröffentlicht drei Jahre nach dem Erstling das nächste Studiowerk mit den unbeugsamen Kollegen und wirkt kompromissloser denn je: Kein Song, keine Sekunde auf "Grinderman 2" gibt sich auch nur ansatzweise mit dem Mittelmaß zufrieden. Wo dabei oben und unten angesiedelt ist, wissen die Mitstreiter Caves - Multiinstrumentalist Warren Ellis, Bassist Mar...

Anberlin - Dark is the way, light is a plan

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Anberlin aus Florida legen mit "Dark is the Way, Light is a Place" das bereits fünfte Studioalbum (das zweite für Major Universal Republic) vor. Dem bisherigen Sound ist man weitestgehend treu geblieben, auch wenn ein paar neue Ingredienzien eingeflossen sind, um nicht zu sehr auf der Stelle zu treten. Es wird nun noch mehr Wert auf Meldodie gelegt, die Gitarrenbreitwände sind etwas zurückgefahren, der Sound wirkt ein wenig gereift, Stichwort: Weitereintwicklung. Wie auch auf den vorherigen Alben finden sich auf der neuen Scheibe Rocker mit fetten Riffs und emotionalen Vocals, radiotaugliche Midtemponummern mit fetten Refrains und einige atmosphärische dunkle Rocknummern, alles wie gewohnt mit einer klasse Produktion versehen. Der erste Titel "We Owe This To Ourselves" startet gleich bombastisch und flott mit eingängigem Refrain, wie man es von Anberlin kennt und schätzt. Dann wird es etwas zurückhaltender und rhythmischer, bevor das Tempo sich steige...

Anne Mccue - Broken Promise Land

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"Broken Promise Land" kommt mir vor wie die eigentliche Fortsetzung von dem grandiosen "Roll" von 2005. Die dazwischen liegenden Alben (Koala Motel und East of Electric) sind ebenfalls gut bis sehr gut, doch das neue Album präsentiert wieder ein bisschen mehr Rock-Dynamik und häufigere E-Gitarren-Klänge. Was Sheryl Crow in den letzten 3 Alben vermissen ließ, finde man bei Anne wieder. Tracklist: 01 - Don't Go To Texas (Without Me) 02 - Ol' Black Sky 03 - Lonesome Child 04 - The Lonely One 05 - God's Home Number 06 - Cruisin' Paradise (Tenerife) 07 - Broken Promise Land 08 - Motorcycle Dream 09 - The Old Man's Talkin' 10 - Rock'n'Roll Outlaw Clip: Anne Mccue Live

Abe Vigoda - Crush

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Ein warmes, kontrolliertes Chaos boten Abe Vigoda auf ihrem Debüt vor zwei Jahren, mit nervösen, oft synkopierten Rhythmen, emotionalem Gesang und tropisch bis afrikanisch angehauchtem Gitarrenspiel im Wechselspiel mit hallender Verzerrung. Kurz, eine ganz unnormale Punkband. Dass ihr Sound zunehmend L.A.s Kellern entwachsen wollte, deutete schon die letztjährige Reviver -EP an, ob ihnen das auf dem am 24.09. erscheinenden Zweitlings Crush gelungen ist? Und ob. Die Bedenken kann man zerstreuen. Ein Album, das die Vielschichtigkeit und die Entwicklung der Band aufzeigt, gehen sie doch immer wieder neue klangliche Wege und haben dieses Mal die kalte Kraft von Wave-Pop entdeckt, die sie verstärkt in Verbindung rnit Synthie-Sounds setzen. Dabei spielen natürlich auch die personellen Wechsel eine grosse Rolle, wurde doch Drummer Gerado Guerreno durch Dane Chadwick ersetzt, der frischen Wind in den Sound von Abe Vigoda gebracht hat."More than just rhythmically, Dane helpe...

Underworld - Barking

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Bei Underworld gibt es keine sichere Seite, sondern fast durch die Bank hohes Risiko und Überraschung. So dürfte auch das brandneue Studioalbum “Barking” nicht verwundern, für das neun Songs aufgenommen wurden, derer acht an Kollegen wie Paul van Dyk, High Contrast und Dubfire für einen etwas anderen Anstrich geschickt wurden. Herausgekommen ist eine etwas andere Underworld-Platte, die bei genauem Hinhören doch wieder typisch für Karl Hyde und Rick Smith geworden ist. Die beiden Singles “Scribble” und “Always Loved A Film” könnten unterschiedlicher kaum sein. Ist ersterer Track (mit Unterstützung von High Contrast) – auf der Bandeigenen Homepage als Gratis-Download angeboten – eine überraschend flotte Drum’n'Bass-Granate mit einem Karl Hyde als Happy Camper in Reinkultur (hoffentlich ohne die Unterstützung entsprechender Substanzen), so haben Mark Knight und D. Ramirez letzterem einen leicht housigen Anstrich verpasst, der dennoch typisch für das britische Duo aus Ro...

Patrice - One Special Edition

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Sein fünftes Album in zehn Jahren präsentiert Patrice in Höchstform. Auf 'One' vereint er all seine Einflüsse zu einem Ganzen, das größer ist als die Summe der einzelnen Teile. Schon die Single "Walking Alone" zeigt eindrucksvoll, wie Patrice seinem eigenen Anspruch gerecht wird, aus verschiedenen Bestandteilen etwas Neues zu mischen. Den Kontrast zu den melancholischen Lyrics setzen Geigen und treibende Beats, die entfernt an "Yot Got Me" von The Roots erinnern. Das Überblenden von verschiedenen Gesichtern im schwarz-weißen Video lässt dagegen Gedanken an den Clip "Cry" von Godley & Creme aufkommen. Der Songtext beschreibt einerseits die Einsamkeit eines jeden Individuums, zelebriert andererseits aber auch diese Rückzugsmöglichkeit. So will Patrice zum Beispiel nicht rund um die Uhr erreichbar sein: "I am walking alone./ Sometimes I don't even feel like opening my mailbox, no./ And I don't even feel like answering ...

Jamaica - No problem

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Frankreich versucht die musikalische Weltherrschaft an sich zu reißen. Auf „No Problem“ verbündet sich ihre Electro-Elite mit zwei Jungs, die der fett-verzerrten Gitarren-Riffs-mächtig sind. Die ersten Sekunden von „No Problem“ machen klar, dass man es hier nicht mit dem gewöhnlichen Sound zu tun hat, für den Xavier de Rosnay von Justice und Peter Franco, „Audio-Supervisor“ von Daft Punk, sonst ihre Ohren herhalten. Ein Gitarren-Akkord, der verzerrt ausklingt, danach rutscht der Finger des Gitarristen einmal den kreischenden Gitarren-Hals herunter, um schließlich auf dem eingängigen Rhythmus zu landen, der den Hörer für die nächsten guten drei Minuten auf das Album einstimmen wird. Der erste Track „Cross The Fader“ schaukelt sich immer weiter hoch, es passiert mehr und mehr auf Rhythmus- und Melodie-Ebene, immer mehr Feedback staut sich an, sodass eine Noise-Wand auf den Hörer zuwandert, die schließlich durch ein manisches Gitarren-Solo gesprengt wird. Nach diesem Intro ...