Okta Logue - Tales of Transit City


Schon die ersten 60 Sekunden reichen, um zu wissen, wie der Hase läuft. Oder anders ausgedrückt: Schon die ersten 60 Sekunden reichen, um zu wissen, dass auf diesem Album nichts schief gehen kann. Das Eröffnungsstück Transit beginnt mit einer so schönen Gitarre, einer dezenten Orgel im Hintergrund und dem dazu passenden, schmachtenden Gesang. Das ist beste 70er-Jahre-Mucke. Kein Schmalz, kein Pathos, sondern der Geist des Rock n Roll. Die deutsche Band Okta Logue macht da weiter, wo sie mit ihrem Debüt Ballads Of A Burden aufgehört hat und entwickelt auf ihrem zweiten Album Tales Of Transit City ihren Sound ein wenig weiter. Überraschend sind dabei der verstärkte Einsatz des Pianos, das an manchen Stellen die Orgel verdrängt, und einige dumpfe Loops (so im Mittelteil des Openers). Die Gitarren, oder besser deren elegante Linien, geben den Ton an. Sie sind es, die immer wieder aufhorchen lassen. Die Harmoniegesänge in Mr. Busdriver erinnern etwas an die Beatles oder die Beach Boys- Das ruhige Dream On betört durch seine elegante Gesangsmelodie und das hüpfende Piano, das dem Song einen gewissen humoristischen Charme verleiht. Der 60er-Jahre-Beat in Let Go ist so authentisch, dass es einem die Sprache verschlägt. Chase The Day ist gerade durch seine Langsamkeit spannend, das Mellotron tut ein Übriges. Wenn dann noch die geschmeidigen Backing Vocals die Bühne betreten, entwickelt sich der Song zu einer Hymne. Das abschließende You ist auch der Höhepunkt: Die Orgel dröhnt, der Gesang ist relaxt, das Gitarrensolo im instrumentalen Mittelteil huldigt David Gilmour. Okta Logue wandern souverän im 70er-Jahre-Rock. Es fällt schwer, an Tales Of Transit City einen Schwachpunkt zu finden. Vermutlich, weil es hier keinen gibt.
Top-Track: You
Punkte: 8 von 10 (Eclipsed, Mai 2013 (Autor: Bernd Sievers))

Tracklist:

1. Transit
2. Mr.Busdriver
3. Dream On
4. Let Go
5. Chase The Day
6. Judith
7. Cats In The Alley
8. Just To Fall Asleep
9. You

Clip:
Transit








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